Mai/Juni 2018

Künstler SatOne gestaltet abstraktes Wandbild "Boulevard & Natur" am Brühl-Eingang

Am heutigen Dienstag hat der Künstler Rafael Gerlach alias SatOne mit der Gestaltung einer 450 m² großen Fassadenfläche am Hochhaus Georgstraße 24/26 in Chemnitz begonnen. Bei der Realisierung des abstrakten Wandbildes, das bis Mitte Juni fertig sein soll, erhält Gerlach Unterstützung von einem befreundeten Künstlerkollegen.

Mit dem Motiv an der dem Brühl-Boulevard zugewandten Fassadenseite rückt der Künstler den Boulevard und die Natur in dessen Umfeld ins Zentrum seiner Arbeit.

Die Idee für eine Fassadengestaltung stammt von dem am Brühl ansässigen Künstler Guido Günther von Rebel-Art. Durch die zahlreichen Sanierungen am Brühl verschwanden in der Vergangenheit zahlreiche, anspruchsvolle Murals; um deren Ersatz zum einen und für ein junges, kreatives Gesicht des Quartiers zum anderen sich Guido Günther mit Leidenschaft engagiert.

Im Gespräch mit der GGG, für die Rebel-Art schon viele Auftragswerke realisiert hat, wurden mit der Georgstraße 24/26 schnell ein passendes Objekt und über das Netzwerk der Kreativagentur die Akteure für diese Aufgabe gefunden.

Im Rahmen einer bereits im Jahr 2016 erfolgten ersten Vor-Ort-Begehung mit dem aus München stammenden Künstler Rafael Gerlach sammelte und dokumentierte dieser für sich markante Eindrücke des unmittelbaren Umfeldes.

In der formalen Interpretation der Umgebung greift der Künstler den großen Anteil der Grünflächen sowie die markanten Lampen entlang des Boulevards auf. So wird der Betrachter eine grafische Darstellung der Brühl-Lampen wiederfinden, die sich in einem Bewegungsablauf von ihrer Gegenständlichkeit in eine abstrakte Formsprache wandelt und zur freien Interpretation einlädt.

Ausstellung begleitet Arbeiten

Am 24. Mai 2018, 19 Uhr, eröffnet in der Rebel-Art-Galerie, Brühl 67, eine Ausstellung, die sich dem Künstler SatOne und dessen Arbeiten im In- & Ausland widmet. Die Ausstellung wird während des gesamten Entstehungsprozesses des Wandbildes in der Galerie zu sehen sein.

Sanierung Wohnhaus

Das zehngeschossige Wohnhaus Georgstraße 24/26 wird im Auftrag der GGG seit Januar 2018 saniert. Für rund 3,6 Mio. Euro entstehen 94 preiswerte und innenstadtnah gelegene Wohnungen. Während der Sanierung, die im bewohnten Zustand erfolgt und bis Jahresende 2018 abgeschlossen wird, werden der Brandschutz verbessert, neue Wohnungseingangstüren und Aufzüge eingebaut, Balkone saniert sowie die Fassade wärmegedämmt und gestaltet.

Vita

SatOne / Rafael Gerlach
www.satone.de

1977    Geboren in La Victoria/Venezuela
1991    Erstes Interesse an Graffiti
1995 – 1999    Ausbildung + Diplom Designschule/München
    Staatl. gepr. Werbe- und Kommunikationsgrafiker
2000 – 2002    Arbeit in Grafikagenturen
2003 – heute    Studio/München

1977 in Venezuela geboren, spielte das Reisen bereits in den ersten Lebensjahren Rafael Gerlachs eine prägende Rolle. Anfang der neunziger Jahre animierten ihn die besprühten Wände entlang von Bahnlinien zum Eintritt in eine Welt, die er ab 1992 im Raum München unter dem Alias SatOne maßgeblich mitgestaltete.

Seit 2000 entwickelte er kontinuierlich einen eigenständigen Stil, der fern historisch gewachsener Formen- und Bildsprache das vermeintlich “Schöne“ und Oberflächliche verneint. Dieser wendet sich von gegenständlicher und figürlicher Darstellung ab zu grafischer Abstraktion und intensiver Farbkomposition.

Die Idee des Impressionismus weiterführend, Dinge nicht nach einem fotografischen Ideal darzustellen, sondern ausschließlich deren Eindrücke auf das Unterbewusstsein festzuhalten, überlässt Gerlach die Deutung dem Empfinden des Betrachters. Entscheidend ist, dass dieser aus dem Bild und der Summe seiner eigenen Erfahrungen eine Geschichte erzeugt. Die Idee eines Geschmacks sei beispielsweise wichtiger als die äußere Gestaltet seines Trägers. In Abgrenzung zu den dominanten Schriftzügen im Graffiti sind seine Arbeiten weniger als Ausrufezeichen denn als Fragezeichen zu verstehen, sie lassen also mehr Interpretationsspielraum und regen zur Auseinandersetzung mit ihnen an.

Beispielhaft für sein Vorgehen greift seine Arbeit die Einflüsse der Umwelt auf und wird zu deren integralem Bestandteil. Während die Außenarbeiten meistens von der Umgebung diktiert werden, bietet das Atelier Labor und weites Experimentierfeld. Hier kann Gerlach das Malen wie eine Sprache entwickeln, deren Qualität mit ihrem Wortschatz wächst. Stilistische Unterschiede entstehen durch die Nichtanwendbarkeit von Ateliertechniken im Außenraum. Dazu gehört auch der von ihm entwickelte, rotierende Pinselstrich “SatOneCircles“, dessen eigenständiges Volumen eben nicht mit Sprühdose und Streichrolle erreicht werden kann.

SatOne lebt und arbeitet in München.

Neben weltweiten Ausstellungen findet man seine Mural-Projekte auch in Südafrika, Indien, den USA, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

September 2016

Teil 3: "BrichAus"-Motiv vollendet Studenten-Campus an Gustav-Freytag-Straße

Jens TASSO Müller und Guido Günther von Rebel Art gestalteten Eckhaus

Im September 2016 verwirklichten die beiden Graffiti-Künstler Jens TASSO Müller aus Meerane und Guido Günther von Rebel Art aus Chemnitz - erstmals als Gemeinschaftsteam - im Auftrag der GGG das Motiv BrichAus.

Rund 350 m² ist die Fassade des Eckhauses Karl-Immermann-Straße 24 in Chemnitz groß.

Seit Februar 2015 hat die GGG entlang der Gustav-Freytag-Straße in drei Bauabschnitten einen Studenten- und Azubi-Campus entwickelt. Die einzelnen Bauabschnitte Gustav-Freytag-Straße 4 – 8, 10 – 14 und 16 - 20 Ecke Karl-Immermann-Straße 24 sind inzwischen von jungen Studenten und Azubis aus der ganzen Welt bezogen. Für insgesamt rund 3 Mio. Euro sind so 240 Einzelzimmer entstanden, die exklusiv nur von Studenten und Azubis zu monatlichen Pauschalmieten ab 155 Euro inkl. aller Nebenkosten, Grundmöblierung, Einbauküche, Internet-Flat, u. v. m. angemietet werden können.

Simone Kalew, Geschäftsführerin der GGG:
„Sowohl mit TASSO als auch mit Rebel-Art haben wir in den vergangenen Jahren verschiedene kreative Projekte verwirklicht. Zuletzt hatte Rebel-Art im Mai 2015 den Giebel des Wohnhauses Gustav-Freytag-Straße 4 mit einer „Pinnwand“ verziert und TASSO im Juli 2015 am Wohnhaus Gustav-Freytag-Straße 14 seinen „GlühLampenHut“ samt mehrsprachiger Willkommensbotschaft realisiert. Da wir derzeit den dritten Sanierungsabschnitt Gustav-Freytag-Straße 16 – 20 Ecke Karl-Immermann-Straße 24 abschließen, lag es nahe, dass wir nochmal beide Künstler gemeinsam ins Boot geholt haben. Für die nächsten Wochen drücke ich den beiden Künstlern die Daumen, dass das Kunstwerk die Form annehmen wird, die sie sich vorstellen und sich danach die Öffentlichkeit ein eigenes Bild machen kann.“

Guido Günther, Rebel-Art:
Unser gemeinsam entwickeltes Motiv „Brich aus“ steht symbolisch für eine Studentin, der ihr altes Wohnumfeld zu eng wird. Es wird den Wunsch nach neuem, eigenem Wohnraum stilisieren. Der Vorhang, der durch sie geöffnet wird, eröffnet ihr und dem Betrachter neue Sichtweisen auf die Zukunft im eigenen Heim. Sie wirft sprichwörtlich die triste Fassade ab und legt ihre Zukunft im gezeigten Objekt frei.“

Jens TASSO Müller:
„Wir haben uns hier bewusst für eine klassische Fassade aus Naturstein entschieden, um einen Kontrast zur existierenden Fassade zu schaffen. Die aufwändig gestaltete Fassade wird hier ebenso für die modern sanierten Zimmerangebote im Inneren des Hauses stehen.“

Juli 2015

Teil 2: Studenten-Campus an Gustav-Freytag-Straße erhält "GlühLampenHut" und Willkommens-Botschaft

International bekannter Graffiti-Künstler TASSO gestaltet Giebel

In den beiden Wohnhäusern Gustav-Freytag-Straße 4 - 8 und 10 - 14 entstehenden 144 Zimmer, die ab Oktober 2014 ausschließlich an Auszubildende und Studenten vermietet werden.

Vor diesem Hintergrund hat die GGG ein zweites Graffiti-Kunstwerk beauftragt, dass das studentische Thema aufgreift und ausländische Studenten in Chemnitz in 14 verschiedenen Sprachen "Herzlich Willkommen" heißt.

Das Motiv „GlühLampenHut“ stammt dabei von TASSO und spielt mit den akademischen Aspekten wie der Glühlampe als Symbol für eine Idee und mit dem Doktorhut, der an vielen Universitäten – einschließlich der TU Chemnitz – üblich ist. TASSO benötigte neun Tage für die Realisierung seines Werkes.

Die Auswahl der Sprachen wurde vom Internationalen Universitätszentrum der TU Chemnitz empfohlen. Bei der Übersetzung halfen ausländische Studierende der Chemnitzer Universität.

Mai 2015

Teil 1: Studenten-Campus an Gustav-Freytag-Straße erhält riesige Pinnwand

GGG beauftragt Rebel-Art mit 50 m² großem Graffiti-Werk

Anlässlich der Sanierung der beiden Wohnhäuser Gustav-Freytag-Straße 4 – 8 und 10- 14 hat das Wohnungsunternehmen GGG die Kreativagentur Rebel-Art mit der Gestaltung einer riesigen Pinnwand beauftragt. Am 7. Mai 2015 begannen die Graffiti-Künstler um Guido Günther, Markus Esche und Tino Schneider mit der Realisierung ihres 10 m x 5 m großen Werkes.

Simone Kalew, Geschäftsführerin der GGG:
„Für eine markante Gestaltung des Giebels haben wir nach einer Idee gesucht. Der Pinnwand-Vorschlag von Rebel-Art hat uns auf Anhieb gefallen. Auf der Suche nach originellen Inhalten, was man sich üblicherweise an die Wand pinnt, haben wir über Facebook nach Vorschlägen gesucht. Einige Ideen werden die Graffitikünstler mit umsetzen. Über das fertige Ergebnis können sich dann alle Chemnitzer ab Mitte Mai 2015 vor Ort einen Eindruck verschaffen.“

Die beiden Wohnhäuser Gustav-Freytag-Straße 4 - 8 und 10 – 14 werden für rund 1,7 Mio. Euro in zwei Bauabschnitten saniert. Entstehen werden im Rahmen des Angebotes StudiWohnen möblierte Einzelzimmer für Auszubildende und Studenten mit einer monatlichen Pauschalmiete ab 155 Euro inkl. aller Nebenkosten, Einbauküche, Internet-Flat und TV/Radio. Die Vermietung der Zimmer und Wohnungen erfolgt ausschließlich an Auszubildende und Studenten, wodurch eine Art innenstadtnaher Campus entsteht.

„Für den zweiten Bauabschnitt, der ebenfalls ein Graffiti bekommt, haben wir bereits einen weiteren, international bekannten Künstler mit einem ebenfalls sehr ansprechenden Kunstwerk an der Hand, das wir noch vor dem Einzug der ersten Mieter realisieren lassen werden,“ ergänzt Geschäftsführerin Kalew.

März 2015

Graffiti-Künstler gestalten Sommerwiese

GGG engagiert Sprayer für 250m² großes Auftragswerk

Die rund 250 m² große Garagenrückwand im Yorckgebiet an der Fürstenstraße Ecke Yorckstraße erblüht seit März 2015 als bunte Sommerwiese. Seit Mitte November 2014 haben die Graffiti-Künstler von Rebel-Art um Guido Günther, Markus Esche und Alexander Seidel, mit ihren Spraydosen aus einer tristen Betonwand eine farbenfrohe Sommerwiese gestaltet.

Guido Günther, Graffiti-Künstler:
„Der rauhe Putz der Oberflächen und die abgesetzten Kanten waren das Kniffligste an dem ganzen Projekt. Die grobe Körnung bewirkte eine starke Schattenwirkung und die glatten, abgesetzten Kanten waren das komplette Gegenteil dazu. Aber letztlich haben wir ein schönes Gesamtkunstwerk geschaffen, über das wir schon während unserer Arbeit von vielen Anwohnern neugierig befragt wurden und denen das Motiv sehr gefällt.“

Simone Kalew, Geschäftsführerin der GGG:
„Ich zähle mich mit zu den erfreuten Betrachtern des Werkes. Und ich bin immer wieder beeindruckt, was Kreative mit und aus einer Spraydose alles zaubern können. Die fertige Sommerwiese entspricht ziemlich genau dem Papier-Entwurf von Rebel-Art. Für die gelungene Arbeit der drei Graffiti-Künstler sage ich – auch im Sinne unserer Mieter – herzlich Danke.“

Das Auftragswerk, dass von den ersten Ideenskizzen bis zur Fertigstellung etwa 700 Arbeitsstunden umfasste, hatte die GGG im Herbst 2014 in Auftrag gegeben, um den Bewohnern der beiden neu sanierten Wohnhäuser Fürstenstraße 144 a/b ihren Ausblick zu verschönern.

Im November 2014 begann das Team von Rebel-Art um den Chemnitzer Graffiti-Künstler Guido Günther, Markus Esche und Alexander Seidel im Auftrag der GGG mit der Gestaltung der 250 m² großen Garagenrückwand im Chemnitzer Yorckgebiet.

Die GGG hatte im Vorfeld für rund 3,8 Mio. Euro die beiden angrenzenden Wohnhäuser Fürstenstraße 144 a/b saniert. Als Abschluss dieser Maßnahme und zur Aufwertung des Wohngebietes wurde eine gestalterische Lösung für die den Wohnhäusern gegenüberliegende Garagenrückwand gesucht.

Die Rückwand, die sich im Eigentum der Garageneigentümer befindet, wurde der GGG und dem Künstler extra für diesen Zweck von der Garagengemeinschaft überlassen. Die GGG als Auftraggeber der Gestaltung bedankt sich dafür und sieht darin einen Gewinn für alle Beteiligte: die Mieter haben einen schönen Ausblick aus ihren frisch sanierten Wohnungen, die Garageneigentümer erhalten eine Rückwand, die nicht mehr wild und illegal besprüht wird und das Wohngebiet wird optisch aufgewertet.

September 2012

Graffiti-Künstler „TASSO“ gestaltet Fassaden auf Kaßberg

GGG widmet Kunstwerke der Sprachheilschule Chemnitz anlässlich ihres 61. Jahrestages

Die GGG und der international bekannte Graffiti-Künstler Jens TASSO Müller starteten im September 2012 ein weiteres Graffiti-Großprojekt in Chemnitz.

Auf dem Chemnitzer Kaßberg, der zu den größten Gründerzeit- und Jugendstilvierteln Deutschlands zählt, gestaltete TASSO im Auftrag der GGG drei Giebel der Wohnhäuser Weststraße 3a, 5a und 7a. Jeder Giebel umfasst dabei eine Fläche von 150 m². Die zu sprayenden Einzelelemente variieren zwischen Größen von 4 m² bis 23 m². Künstler TASSO, der bei dem Projekt von zwei Helfern unterstützt wurde, benötigte dafür sechs Arbeitstage.

Anlässlich des 61. Jahrestages der Sprachheilschule Chemnitz widmete das Wohnungsunternehmen GGG die fertigen Kunstwerke der Schule. Die Graffiti-Werke wurden den Originalentwürfen von Schülern der 3. Klasse der Sprachheilschule aus dem Jahr 2011 nachempfunden.  

Interview Simone Kalew, Geschäftsführerin der GGG:
„Die Idee, Giebel von Wohnhäusern mit Bildern von Schülern der Sprachheilschule zu gestalten, ist in Gesprächen mit dem Verein Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e. V. (KJF) entstanden und hatte mir sofort gefallen. Von den Entwürfen, die uns Künstler TASSO vorgelegt hat, war ich beeindruckt. Sie sind so detailgetreu und filigran, dass ich schon sehr gespannt auf die fertigen Werke bin. Mit Blick auf sein Graffiti-Werk an unserer Reitbahnstraße 80 bin ich von einem tollen Ergebnis überzeugt. Wir widmen die Kunstwerke der Sprachheilschule Chemnitz anlässlich ihres 61. Jahrestages und besonders denjenigen Schülern, deren Originalbildern die Graffitis nachempfunden sind.“

Interview Jens TASSO Müller, Graffiti-Künstler:
„Ich freue mich über diesen anspruchsvollen und inzwischen zweiten Auftrag der GGG. Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung für mich, die Buntstiftstruktur so realistisch wie möglich zu übertragen. Bereits im April konnte ich ein Auftragswerk für die GGG an der Reitbahnstraße 80 umsetzen. Wirklich positiv überrascht bin ich über die hohe Akzeptanz und das positive Feedback seitens der Chemnitzer Bevölkerung zu derartigen Aktionen. Angenehm empfinde ich auch die Zusammenarbeit mit der GGG, die lediglich die Zielstellung beschrieben hat und mir ansonsten in Sachen Konzept und gestalterische, künstlerische Umsetzung freie Hand lässt.“

April 2012

Künstler gestaltet Auftragswerk im Reitbahnviertel

Im April 2012 gestaltete der international bekannte Graffiti-Künstler Jens TASSO Müller den Giebel des Wohnhauses an der Reitbahnstraße 80. Das Graffiti-Werk entstand im Auftrag der GGG und greift das studentische Wohnen im Reitbahnviertel auf.  

Im Zeitraum 2010 bis 2012 hatte die GGG die Gebäudezeile Reitbahnstraße 80 – 84 Ecke Bernsbachplatz 5/6 saniert und dort Angebote speziell für Auszubildende und Studenten geschaffen. Entstanden sind so einzeln zu mietende Zimmer innerhalb einer Wohnung bis hin zu großzügigen WG-geeigneten 4-Raum-Wohnungen. Das Angebot erfreut sich seit dem großer Beliebtheit.

Der beauftragte Künstler TASSO aus Meerane gehört zur Elite der deutschen Graffitiszene und ist durch seine fotorealistischen Arbeiten mit der Spraydose, die er Graffoto nennt, auch international bekannt. Er malte in Mexico, 2010 zur EXPO in China und 2011 in Indien.

Interview mit Graffiti-Künstler Jens TASSO Müller:
"Als ich vergangenes Jahr auf der Suche nach Flächen für einen Graffitiworkshop war, entstand der Kontakt zur GGG. Mir fiel auf, dass Chemnitz zwar vorbildlich bei der Vergabe von legalen Flächen zum Besprühen war, aber die Stadt kaum nennenswerte Fassadengestaltungen mit dieser neuen Kunstform zu bieten hatte. Durch meine vielen Reisen und befreundete Sprayer weiß ich, dass Leipzig, Dresden und sogar Zwickau da schon einiges vorweisen können. So entstand die Idee, ein Mural zu gestalten, das einerseits als Werbung dient, gleichzeitig aber auch durch eine freie Interpretation das Zeug haben soll, sich mit internationalen Bildern dieser Art messen lassen zu können. Dabei stehen die Chancen für das Chemnitzer Werk nicht schlecht, dass es in deutschen und ausländischen Büchern und dem einen oder anderen Fachmagazin veröffentlicht wird. Denn im Gegensatz zu den meisten Arbeiten anderer Wohnungsunternehmen, die sich von Graffitikünstlern Fassaden gestalten ließen, war hier nicht die "glücklich hier wohnen zu dürfen"-Ideologie vordergründig, sondern der künstlerische Aspekt."

September 2011

11-Geschosser erhält durch Michael Fischer unverwechselbares Gesicht

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten an der Alfred-Neubert-Straße 3 im Stadtteil Markersdorf ließ die GGG durch den Künstler Michael Fischer-Art die Giebelseite gestalten.

GGG und Michael Fischer, der weltweit Kunstprojekte realisiert, suchten bereits seit rund einem Jahr gemeinsam nach einem geeigneten Standort. Mit der Wahl der Alfred-Neubert-Straße 3, die sich durch ihre prädestinierte Lage parallel zur Wolgograder Allee auszeichnet, war der Weg für eine Projektrealisierung frei. Im Rahmen der Vorstellung vor den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses fand das Fischer-Werk bereits positive Resonanz.

Interview Simone Kalew, Geschäftsführerin der GGG:
"Diese Maßnahme inmitten des Heckert-Gebietes stellt gleichzeitig ein Bekenntnis der GGG zum Chemnitzer Süden dar und soll künftig einen Blickfang in und ein Aushängeschild für dieses Wohnquartier bilden. Dank dieser mit rund 650 m² Größe in Chemnitz einmaligen Aktion junger Kunst freuen wir uns auf eine angeregte Diskussion rund um das neue „Fischer-Haus“.“

Interview Künstler Michael Fischer-Art:
Sichtbeton sollte im Jahre 2010 weniger ins Auge fallen. In den Häusern wohnen Menschen, die alle eine eigene spannende Geschichte haben, eine farbliche Gestaltung von Gebäuden kann diese besser transportieren als grau. Hier in Chemnitz, im bekanntesten Neubaugebiet der ehemaligen DDR, ist es besonders spannend, im 20. Jahr der Wiedervereinigung, dort Hand anzulegen, wo vor 40 Jahren die Ideen gefehlt haben.

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