28.06.11

GGG soll CFC-Stadionumbau ab 2012 realisieren

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und der Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC, Dr. Mathias Hänel, haben heute die Pläne für den Umbau des Stadions an der Gellertstraße vorgestellt. Der Traditionsstandort soll, sofern der Stadtrat und die Landesdirektion dem Vorhaben zustimmen, entsprechend der Anforderungen des DFB umgebaut werden.

Bislang hat der CFC eine Ausnahmegenehmigung für den Spielbetrieb, die zum 30. Juni 2012 ausläuft. Zu diesem Zeitpunkt müssen entweder die Auflagen des DFB für den Spielbetrieb in der Profiliga erfüllt oder ein Stadion im Bau sein.

„Das Stadion ist Voraussetzung dafür, dass sich der CFC in der Profiliga etablieren und sich wirtschaftlich entwickeln kann“, sagt Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. „Klar ist aber auch, dass der CFC nicht in der Lage ist, den Stadionbau zu finanzieren. Nach dem Aufstieg in die dritte Liga und einem guten Konzept für Stadionumbau und Betreibung bin ich überzeugt, dass die Stadt diese Investition in den Chemnitzer Fußball ermöglichen sollte. Die Spiele zum Beispiel gegen Stuttgart und RB Leipzig haben bewiesen, dass das Zuschauerpotenzial in Chemnitz ein neues Stadion rechtfertigt.“

Vorgesehen ist ein funktionales Stadion mit 15.000 Plätzen, das künftig insgesamt rund 9.000 Sitz- und 6.000 Stehplätze sowie einen Familienblock haben soll. Die Kosten belaufen sich auf rund 23 Millionen Euro. Mit einem speziellen Energiekonzept inklusive einer entsprechenden  Dachkonstruktion wird angestrebt, ein äußerst energieeffizientes Stadionprojekt zu realisieren.

 „Wir freuen uns, dass sich jetzt für den CFC die Chance ergibt, gemeinsam mit der Stadt ein modernes und zeitgemäßes Fußballstadion an der Gellertstraße zu schaffen. Ein neues Stadion ist nicht nur für den CFC von Bedeutung, sondern steht Chemnitz gut zu Gesicht und fördert das Selbstwertgefühl der Wirtschaftsregion Chemnitz“, hebt der Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC, Dr. Mathias Hänel, hervor.

Die Stadt schlägt nach jetzigem Arbeitsstand vor, dass die städtische Wohnungsgesellschaft GGG in Abstimmung mit der Stadt und dem CFC als Bauherr fungiert. Für den notwendigen Kredit müsste die Stadt bürgen. Das umgebaute Stadion wird dann von der Stadt gemietet und dem CFC als Betreiber verpachtet. Eine klare vertragliche Regelung hierzu muss noch ausgearbeitet werden.

Die Refinanzierung der 23 Mio. Euro umfassenden GGG-Investitionen erfolgt über die Vermietung des Stadtions an die Stadt Chemnitz. Dadurch sind die laufenden Kosten, etwa die Finanzierungskosten, abgesichert. Auf das laufende Investitionsprogramm der GGG in ihren Wohnungsbestand hat dieses Projekt keine Auswirkungen.

Wenn der wirtschaftliche Erfolg des CFC dem sportlichen folgt, soll sich der Verein an den Kosten zur Finanzierung des Stadions beteiligen. Dies ist frühestens ab der zweiten Liga der Fall. Die Betreibung des Stadions obliegt bereits in der dritten Liga allein dem Chemnitzer FC, der hierfür keine Zuschüsse der Stadt erhält. „Die Entscheidung, ein Stadion zu bauen, bedeutet für uns in einer schwierigen Haushaltsituation ein Bekenntnis zum Chemnitzer Sport“, sagt die Chemnitzer Oberbürgermeisterin.

Langfristig ebenso wichtig ist das Stadion für die Nachwuchsarbeit des CFC, wenn es darum geht, Talente an den Verein zu binden. Das Nachwuchsleistungszentrum war erst vor wenigen Tagen wiederum für drei Jahre zertifiziert worden.

„Ich lebe seit über 43 Jahren in Chemnitz und verfolge mit großem Interesse die Entwicklung unserer Stadt. Es freut mich natürlich ganz besonders, wenn unsere positive sportliche Entwicklung mit einem Stadionumbau einhergeht“, sagt CFC-Chef-Trainer Gerd Schädlich zum Chemnitzer Stadionprojekt.

In den nächsten Wochen wird die Arbeit am Stadionprojekt fortgesetzt. Zahlreiche Fragen sind mit verschiedenen Partnern zu klären. Geplant ist, dem Stadtrat im Oktober einen Grundsatzbeschluss vorzulegen. Der Umbau in zwei Etappen bei laufendem Spielbetrieb könnte dann im Frühsommer 2012 beginnen. 

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