Zwei neue Inszenierungen für Chemnitz
Das Dschungelbuch – Sommertheater im Küchwald
Dschungelabenteuer nach Rudyard Kipling - Premiere: 13. Juni 2026
Das Menschenjunge Mowgli wächst im Dschungel als Teil des Wolfsrudels auf. Er jagt mit seinen Wolfsgeschwistern, kuschelt sich zum Schlafen an seine Wolfsmutter und lernt die Gesetze des Dschungels von seinen besten Freunden: dem Bären Baloo und dem schwarzen Panther Bagheera. Ein Leben voller Freiheit – aber nicht frei von Gefahr. Denn im Dschungel gibt es nicht nur Freunde. Die Schlange Kaa würde nicht zögern, Mowgli zu verspeisen und die Affenbande verbreitet Chaos und Unordnung. Dass Mowgli kein Wolf ist, haben seine Familie und seine Freunde bald vergessen. Er ist eben Mowgli. Er ist einer von ihnen. Doch eines Tages holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Der Tiger Shere Khan kehrt in den Dschungel zurück und für ihn ist die Sache persönlich. Schon als Baby hatte er Mowgli gejagt, und nun will er die Jagd beenden. Mowgli schwebt in großer Gefahr. Kiplings berühmtes Dschungelbuch ist eine Liebeserklärung an den indischen Dschungel und zugleich eine Geschichte über Familien – die, in die man geboren wird, und die, die man sich aussucht.
Text: Theater Chemnitz I Foto: Nasser Hashemi
Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages
Ballett von Bruno Bouché
Nicht selten wurde der Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio in der Literatur zu einer karikierten romantischen Figur gemacht und damit das Geheimnis und die Kraft seiner Malerei reduziert. Doch während das Enfant terrible des Barock inmitten von Schatten und Leibern arbeitet, offenbart er eine beispiellose menschliche Tiefe, sowohl philosophisch als auch spirituell. Wie lässt sich die lebendige Geste, diese erzählerische, sinnliche, gewalttätige, zarte und grausame Kraft erklären? Insbesondere diese Einsamkeit und Stille, zu der seine Malerei führt?
Bruno Bouché, künstlerischer Leiter des Balletts der Opéra national du Rhin, spürt diesen Fragen in seiner Choreografie für das Ballett Chemnitz nach. „Meine choreografischen Kreationen manipulieren archetypische Bilder, um sie durch das Zeichnen von Körpern im Raum in Bewegung zu versetzen. Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages soll kein choreografisches Biopic sein, sondern Verbindungen schaffen zwischen seinen Werken und den Körpern der Tänzer und Tänzerinnen – soll die Schwingungen übertragen in ihre Bewegungen.“
Text: Theater Chemnitz I Foto: Ida Zenna

